Die Urinflasche – ein nützliches Utensil in der Pflege

Es gibt Situationen, in denen Menschen nicht selbständig die Toilette aufsuchen können. Sei es, da sie vorübergehend schwach und außer Gefecht gesetzt sind, wie zum Beispiel nach Operationen oder schweren Unfällen, bei längeren Transportfahrten im Krankenwagen oder natürlich auch bei dauerhafter Bettlägerigkeit oder Inkontinenz.

Um diese unangenehmen Situationen leicht bewältig bar zu machen, wurde die Urinflasche erfunden. Sie ist der männlichen Anatomie angepasst. In abweichenden/angepassten Formen kann sie auch gut für weibliche Patienten genutzt werden. Salopp wird sie häufig als „Ente“ bezeichnet, was ihrer Form (bauchig mit einem „Hals“ versehen) geschuldet ist. Wie der Name schon vermuten lässt, wird die Urinflasche gereicht bzw. angehalten, um den Urin des Patienten aufzufangen.
In früheren Zeiten waren Urinflaschen aus Glas gefertigt, mittlerweile werden sie vorrangig aus transparentem oder halbtransparentem Kunststoff hergestellt. Sie haben zumeist ein Fassungsvermögen von einem Liter und sind skaliert, um die Ausscheidungsmenge einfach nachvollziehen und protokollieren zu können.
Häufig werden sie mit einem Deckel geliefert. Dass sie verschließbar sind, bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sie auslaufsicher sind.

Urinflaschen sollten nach jedem Benutzen gereinigt und desinfiziert werden. In Krankenhäusern und in der Hauskrankenpflege verwendet man hierzu sogenannte Steckbeckenspüler.

Empfehlenswert beim Kauf einer Urinflasche ist die zusätzliche Investition in eine Halterung. Diese kann an das (Pflege-)bett angebracht werden und so ist die Flasche nicht nur leicht greifbar, sie kann auch in Position gehalten werden, bevor es an Dokumentation, Entleerung und Reinigung/Sterilisation geht.